Und dann kam Ibiza

Neuwahl heißt neue Chancen für Kinderarbeit stoppen

Kinder gehören in die Schule und nicht in die Fabrik, nicht in den Steinbruch, nicht in die Teppichknüpferei, nicht auf die Plantage.

Aber immer noch ist ausbeuterische Kinderarbeit für Millionen bitterer Alltag. Was kann man tun um dieses Leid zu stoppen? Die Frage stand am Anfang unserer Überlegungen und war die Motivation die Initiative gegen ausbeuterische Kinderarbeit ins Leben zu rufen.

Der wichtigste Schritt, um Kinderarbeit endlich Geschichte werden zu lassen ist eine gesetzlich verbindliche Verankerung von umfassenden menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten. Nur ein solches Gesetz kann sicherstellen, dass Produkte, die in Österreich erhältlich sind, frei von ausbeuterischer Kinderarbeit und anderen gravierenden Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen sind.

100.000 Mails

Wir haben eine E-Mail Aktion an alle österreichischen NR-Abgeordneten und die Spitzenkandidat/innen zur Europawahl gestartet. Rund 100.000 E-Mail sind von Bürger/innen an ihre politischen Vertreter/innen geschickt wurden. Mit Erfolg: 54 Politiker/innen haben sich den Forderungen der Initiative spontan angeschlossen. Mit vielen anderen sind wir ins Gespräch gekommen.

Holland zeigts vor

Während unsere Initiative lief, bekamen wir Rückenwind aus den Niederlanden: Das Parlament in Amsterdam hat Mitte Mai ein Gesetz gegen Kinderarbeit mit Vorbildwirkung für Österreich beschlossen. Nach Inkrafttreten des Gesetzes müssen Unternehmen die Risiken über das Vorhandensein von ausbeuterischer Kinderarbeit erheben, zu deren Vermeidung beitragen und entsprechende Maßnahmen dagegen ergreifen.

Ibiza als Chance

Und dann kam Ibiza und der Neuwahlbeschluss. Über Nacht waren uns die Gesprächspartner/innen abhandengekommen. Zurück an den Start? Ganz im Gegenteil: Gemeinsam ist es uns gelungen das unsägliche Leid von über 70 Millionen Kindern zum innenpolitischen Thema zu machen. Jetzt müssen wir Sorge tragen, dass sie ihre Gesprächsbereitschaft, ihre Zustimmung zu unseren Forderungen nicht vergessen – und an dem Thema dranbleiben. Denn: Wann kann man sich von Politiker/innen mehr Aufmerksamkeit erwarten, als im Wahlkampf?

Darum brauchen wir jetzt noch einmal Eure Unterstützung: in den nächsten Wochen wird um jede einzelne Stimme geworben. Eine Forderung muss in jedes Wahlprogramm: Stoppen wir gemeinsam ausbeuterische Kinderarbeit!

 

Seit jeher ist der Sommer die Zeit der Postkarten. Hilf mit, die Postkästen der Parteizentralen mit „Kinderarbeit stoppen muss in jedes Wahlprogramm“ füllen. Bitte trenn das Mittelblatt heraus, und mach aus dem Bogen sechs Postkarten. Unterschreibe sie alle, und wirf sie einfach in den nächsten Postkasten. Wir leiten Deine Forderungen an alle Parteien weiter. Damit wir nach der Wahl im Regierungsprogramm unsere Forderung wiederfinden: Kein Kind darf unter ausbeuterischer Kinderarbeit leiden.

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