Philippinen: Agrarökologie, um der Corona-Krise zu begegnen

Delia und Teodulo Badillo. Foto: Agro-Eco/Fastenopfer

Die Bäuerin Delia Badillo und ihr Mann Teodulo haben auf der philippinischen Insel Mindanao, in Molave, Zamboanga Del Sur, einen eigenen Hof. Gerade in Zeiten von Corona ist die Selbstversorgung der Familie mit agrarökologischen Methoden aus verschiedenen Gründen von zentraler Bedeutung.

Die Warenbewegungen im Land sind drastisch eingeschränkt worden aufgrund der von der Regierung verhängten Sperre. In den Städten ist die Versorgung mit Lebensmitteln bereits jetzt vielerorts alarmierend. Es wird befürchtet, dass sich die Nahrungsmittelkrise in den kommenden Monaten noch verschärfen wird, wenn die Sperre wahrscheinlich verlängert wird und die Situation weiterhin außergewöhnlich bleibt.

Menschen wie die Badillos haben nun mehr Möglichkeiten als andere: „Es geht uns hier gut, trotz der von der Regierung durchgeführten Sperre. Unser Bauernhof versorgt uns mit allem Nötigen“, sagt Delia Badillo. Sie und ihr Mann Teodulo – oder „Dokdok“, wie er überall genannt wird – bewirtschaften ihre Felder mit agrarökologischen Methoden. Ständig führen sie Innovationen auf dem Bauernhof durch, passen ihr Saatgut an. Auch teilen sie ihr Wissen uneigennützig mit den Bäuerinnen und Bauern in der Region der Halbinsel Zamboanga und in mehreren Teilen Mindanaos.

Diversität zahlt sich aus

Auf ihrem ein Hektar großen Bauernhof pflanzen sie Reis, Gemüse, Obstbäume und Kräuter an und ziehen Ziegen, einheimische Hühner und Enten auf. Begleitet werden sie dabei vom landwirtschaftlichen Know-How unserer Partnerorganisation Agro-Eco. Für ihr Engagement wurde die Organisation bereits mit einem internationalen Agrarökologie-Preis ausgezeichnet. Mit der agrarökologischen Anbaumethode versorgt sich die Familie Barillo ganzjährig mit nahrhaftem Essen, mit Medikamenten, natürlichen Düngemitteln. Dass sie auf viele verschiedene Nahrungsmittel setzen, garantiert ihnen zudem ein regelmäßiges Einkommen und sogar einen größeren Ertrag, als wenn sie nur Reis angepflanzt hätten.

Delia Badillo bekräftigt: „Agrarökologie macht unsere Familie flexibler, um mit einer solchen Situation fertig zu werden. Die diversifizierten Anbaumethoden sind ein wesentliches Element für den Fortbestand der Bäuerinnen und Bauern und der lokalen Wirtschaft.“

Helfen Sie den von der Corona-Krise betroffenen Menschen und unterstützen Sie unsere Partnerorganisationen mit Ihrer Spende. 

Text: Geonathan Barro von der philippinischen Partnerorganisation Agro-Eco. Agro-Eco ist auch Projektparnter unser Schweizer Schwesterorganisation Fastenopfer.

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