Blog der Dreikönigsaktion

Indien – Überleben am Rande der Gesellschaft zu Zeiten von COVID19

So sah die Arbeit unserer Projektpartner/innen vor Corona aus.

Unsere Partnerorganisation Medical Mission Sisters arbeitet in Bihar, Hajipur mit den Mahadalits, den „Rattenessern“ – eine der ärmsten und untersten „Kasten“. Die Projektleiteirn Sr. Smita Parmar berichtet über die Situation der Ärmsten und der Projektpartner/innen vor Ort:

„Es wurden über Nacht alle Züge eingestellt und das gesellschaftliche Leben auf Null reduziert. Die Leute fürchten, dass die Märkte schließen müssen. Unvorstellbar in einem Land mit 1.3 Mrd Menschen. Der indische Premierminister Modi verkündete dass der Probelauf diesen Sonntag  super verlief und jetzt wurde der Lockdown um drei Wochen verlängert. Viele Arbeiter/innen, die fern von ihrer Heimat arbeiten sind an den Bahnhöfen gestrandet und versuchen zu Fuß in ihre Dörfer zu kommen. Die Familien hier bei uns im Ort verstecken sie – da viele aus der Gegend um Mumbai kommen wo die meisten COVID-19 Fälle sind. “

Auch unser Team steckt fest. Die DKA-Support-Mitarbeiterin Zabi kann die Ortschaft Shillong nicht mehr verlassen. Sie ist dort nach einem Training das sie für unsere Partner angeboten hat hängengeblieben. Zabi schildert, dass sie glaubte nur kurz weg zu sein – sie hat nur ein Wechselgewand dabei. Ihr Computer ist in der zwei Stunden entfernten Stadt. Gott sei Dank hat sie eine Cousine vor Ort bei der sie jetzt wohnen kann! Andere Kolleg/innen haben auf Homeoffice umgestellt. Über Whatsapp bleiben wir verbunden.

Aufklärungstheaterstücke der Medical Mission Sisters – kurz vor dem Lockdown in Indien – der zumindest bis 14.04. dauern wird:

#Rohstoffwende: Österreich muss umsteuern und Verantwortung übernehmen!

Nach dem Dammbruch in Brumadinho ist nichts mehr so, wie es einmal war. Foto: MAB

Zählt man alle Rohstoffe zusammen, verbraucht Herr und Frau Österreicher/in jährlich im Durchschnitt bei 18,8 Tonnen Material. Das entspricht im Durchschnitt etwa 51 kg pro Person und Tag. Hierzulande liegt der Verbrauch über dem europäischen Durchschnitt von etwas über 13 Tonnen pro Kopf.

Die Sache ist klar: Wir leben deutlich auf zu großem Fuß und auf Kosten anderer Erdteile: Bei Metallen liegt beispielsweise die Importabhängigkeit bei über 80%. Welche Probleme und welche Zerstörung wir damit „mitimportieren“ wurde uns im Rahmen der Veranstaltung #Rohstoffwende, die von der Dreikönigsaktion gemeinsam mit anderen Organisationen der Zivilgesellschaft am 4.3.2020 veranstaltet wurde, von internationalen Gästen deutlich vor Augen geführt:

Dom Vicente de Paula Ferreira, Weihbischof der Erzdiözese von Belo Horizonte (Brasilien) und Projektpartner der Dreikönigsaktion berichtete von den fatalen Auswirkungen des Bergbau-Desasters von Brumadinho vor etwas mehr als einem Jahr. Am 25.1.2019 brach der Rückhaltedamm einer Eisenerzmine. Eine Schlammlawine mit 11,7 Millionen Kubikmetern brachte 272 Menschen den Tod. 11 Personen gelten weiterhin als vermisst. Das Ökosystem des Paraopeba-Flusses, in dessen Flusslauf sich der Bergwerksschlamm ergoss, wurde weitgehend zerstört. Bischof Ferreira spricht in diesem Zusammenhang auch von einer „globalen Mitverantwortung“. Multinationale Bergbaukonzerne sollten stärker kontrolliert werden und auch die Abnehmer der Mineralien müssen mehr Verantwortung übernehmen.

Eine Chance dafür bietet die Neuausarbeitung der österreichischen Rohstoffstrategie, die von der Bundesregierung derzeit vorbereitet wird. In einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion wurde besprochen, wie es gelingen kann, Österreichs Rohstoffverbrauch in absoluten Zahlen zu senken und wie unsere Wirtschaft zu einer Kreislaufwirtschaft umgebaut werden kann. Hier gibt es viel zu tun: Laut „Circularity Gap Report“ aus dem Vorjahr ist Österreichs Wirtschaft derzeit nur zu 9,7% zirkular. Das heißt umgekehrt, dass derzeit über 90% der Rohstoffe weggeworfen, deponiert oder verbrannt werden.

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht zur Veranstaltung.

„Bin von den Menschen und der Kirche in Brasilien beeindruckt“

Im Rahmen seiner Brasilienreise trafen Militärbischof Freistetter und eine Delegation der Dreikönigsaktion in Belo Horizonte u.a.  mit Erzbischof Walmor Oliviera de Azevedo sowie Weihbischof Vicente des Paula Ferreira zusammen.

Bischof Freistetter besucht eine Müllsammelkooperative in Belo Horizonte/Brasilien

„Tief beeindruckt“ zeigte sich Militärbischof Werner Freistetter nach den ersten Tagen seines Besuchs in Brasiliens. „Wenn man aus Österreich in ein Land wie Brasilien, mit über 200 Millionen Einwohnern und 125 Millionen Katholiken kommt, verschieben sich manche Perspektiven schnell“. Es sei beeindruckend zu sehen, mit welcher Lebensfreude und positiver Einstellungen viele Menschen hier ihr oftmals schwieriges Leben meistern.  Aber auch das Leid, die Ungerechtigkeit und die Ohnmacht sei besonders an den Orten der Schlammkatastrophe sehr spürbar, so der Militärbischof, der sich derzeit mit einer Delegation der Dreikönigsaktion zu einem Lokalaugenschein in Belo Horizonte im Südwesten des Landes aufhält. In dieser Region kam es im Jahr 2015 und erneut im Frühjahr 2019 zu Dammbrüchen und Schlammlawinen. Der giftige Schlamm begrub in Folge Häuser, Kirchen und ganze Dörfer unter sich und forderte hunderte Todesopfer. Freistetter ist innerhalb der österreichischen Bischofskonferenz Referatsbischof für Mission und Entwicklung und dabei u.a. auch für die Dreikönigsaktion zuständig.

Besuche bei Obdachlosen- und Müllsammlerkooperativen

In den ersten Tagen standen Besuche bei Müllsammler- und Obdachloseninitiativen, die Teilnahme an einem Workshop an der katholischen Universität in Belo Horizonte sowie ein treffen mit Erzbischof Walmor Oliviera de Azevedo und Weihbischof Vicente des Paula Ferreira auf dem Programm. Thematisch ging es bei dem Treffen um die Situation der Kirche in Brasilien aber im Besonderen auch um die ökologischen Bedrohungen, denen Brasilien ausgesetzt ist. „Die Umweltfrage, aber auch die Frage welche Rolle die Frauen in der Kirche haben sollen, gehört zu den drängendsten Fragen unserer Zeit“, berichtete Erzbischof Walmor Oliviera de Azevedo von den Erfahrungen seiner Teilnahme an der Amazonien-Synode in Rom. „Wenn wir nicht jetzt handeln, ist es für immer zu spät“, so der Erzbischof, der auch Vorsitzender der Brasilianischen Bischofskonferenz (CNBB) ist.

Weihbischof Vicente des Paula Ferreira ist für das Gebiet Brumadinho und Mariana zuständig. Die Kirche habe hier eine besondere Rolle und versuche durch psychologische und seelsorgliche Arbeit den Menschen zu helfen und sie in ihrem Leid nicht allein zu lassen, berichtete der Weihbischof.

Fehlende psychosoziale Betreuung

Bei einem Lokalaugenschein in Brumadinho, wo im Jänner dieses Jahr ein Dammbruch über 220 Menschen tötete und eine Schneise der Verwüstung hinterließ konnte sich Freistetter einen Überblick über das Ausmaß der Katastrophe machen. „Besonders die Berichte und Geschichten der direkt Betroffenen haben mich sehr bewegt“, so der Bischof, „hier fehlt es an allem, die Betroffenen aber auch die Helfer werden allein gelassen und ihrem Schicksal überlassen“. Besonders auch die fehlende psychosoziale Aufarbeitung mache sich bemerkbar, „viele der Anwohner sind noch immer schwer traumatisiert von dem Geschehenen“, so Freistetter.

Die kommenden Tage führen Militärbischof Freistetter nach Ouro Preto, wo er an einem universitären Workshop teilnehmen wird und Mariana, dem zweiten von einem Dammbruch betroffenen Ort. Bevor der Bischof wieder zurück nach Wien reist, steht in der Landeshauptstadt Brasilia noch ein Treffen mit dem Sekretär der Brasilianischen Bischofskonferenz, Bischof Joel Portella an.

Der Text wurde uns freundlicherweise von Till.Schoenwaelder@mildioz.at zur Verfügung gestellt.

Amazonien in Dir

Der Weg zu einem „guten Leben“ besteht für die indigenen Gemeinschaften darin, im Einklang mit sich selbst, mit der Natur, mit den anderen Menschen und mit Gott zu leben.

Damit das Leben nicht auf der Strecke bleibt

Einfach da sein. Sich verbunden fühlen mit Wald, Luft, Wellen und Bergen. Teil eines Größeren sein, das mich übersteigt. Kein Verlangen spüren, Blumen zu pflücken, sondern sie weiter blühen lassen. Beim Anblick der Bäume nicht an Hausbau denken, sondern mich von ihnen faszinieren lassen. Staunend vor gewaltigen Bergen stehen. Schwimmen im See, eins sein mit dem Element. Da geht es nicht um Wasserkraft und Stromgewinnung. So denken wir vielleicht zwei Wochen im Jahr: im Urlaub.

Die Indigenen im Amazonas denken ihr ganzes Leben lang so. Wie auch anders: Sie sehen die uns umgebende Natur nicht in erster Linie als Ressource für Wachstum, sondern sie empfinden sich als Teil von ihr. Weil sie mit und nicht von ihr Leben. Völlig diametral zu unserer Denkweise. Genau deshalb können wir – müssen wir, wenn wir auf diesem Planeten überleben wollen, viel von dieser Spiritualität lernen.

Wir Menschen herrschen nicht über den Planeten, sondern sind Teil eines großen Ökosystems, für das wir Sorge tragen müssen. Der Weg zu einem „guten Leben“ besteht für die indigenen Gemeinschaften darin, im Einklang mit sich selbst, mit der Natur, mit den anderen Menschen und mit Gott zu leben.

In Österreich, in unserer geliebten westlichen Zivilisation leben wir meist in einer anderen Dynamik: Natur ist so etwas wie ein großer Supermarkt, steht uns zur Verfügung, wir Menschen sind Produzent/innen und Konsument/innen. Es ist nie genug. Über allem thront das Wachstum.

Welche Folgen das hat, kann man am Amazonasgebiet ablesen: Abholzung, Mega-Staudamm-Projekte, Bergbau, Vertreibung von Menschen, Agrobusiness … und brennende Amazonas-Wälder.

Im Oktober startet die Amazonas Synode in Rom. In dem Arbeitsdokument zur Vorbereitung heißt es: „Eine entscheidende Wurzel für die Sünde des Menschen besteht darin, sich selbst aus der Natur herauszunehmen, sich nicht als Teil von ihr zu verstehen, sie grenzenlos auszubeuten und so das ursprüngliche Bündnis mit der Schöpfung und mit Gott zu brechen“ Genau das passiert jetzt, am Amazonas, in unzähligen anderen Gebieten der Erde und bei uns hier. Das ist die „brutale Realität“, die derzeit in vielen Ländern rund um den Amazonas von Politik und Wirtschaft gefördert und durchgesetzt wird. Auf der Strecke bleiben: Menschen, Tiere, Pflanzen, Wasser, Luft.

Eine neue Lebensqualität, ein neues Denken ist gefragt. Auch in der Kirche. Es braucht einen Umkehrprozess, damit wir unsere schädlichen Verhaltensweisen „verlernen“ und von der Spiritualität der indigenen Völker wieder erlernen, in respektvoller Beziehung mit den anderen Geschöpfen zu leben.

Ein zentraler Punkt der Synode ist eine Kirche mit dem Antlitz Amazoniens. Das ist eine Kirche in der Vielfalt der Kulturen, eine Kirche der unzweideutigen Option für und mit den Armen und für die Sorge um die Schöpfung; eine Kirche, die die indigene Spiritualität als bereichernde Quelle der christlichen Erfahrung sieht. Aus all diesen Gründen ist die Synode auch für uns wichtig. Ein Funken „Amazonien“ täte uns gut. Nicht nur im Urlaub.

Sr. Anneliese Herzig – Anneliese.Herzig@dka.at

Land ist Leben

Viel wurde über die Feuer im Regenwald berichtet, aber wenig über die Menschen, die dort leben. Ein Interview mit Pedro Da Silva Souza, Projektpartner der Dreikönigsaktion im Amazonasgebiet.

Wie wirken sich die Brände auf das Leben der Menschen aus?

Indigene und Uferbewohner sind am stärksten von den Bränden betroffen, da diese Gebiete ihre Lebensgrundlage darstellen, zum Beispiel durch die Jagd – die Tiere jedoch fliehen oder verbrennen, sobald der Wald in Flammen steht. Durch die Zerstörung von Nutz- und Obstbäumen wie etwa Andiroba, Copaíba und Palmen verlieren die Menschen einen großen Teil ihrer Nahrungsquellen. Noch schlimmer ist es, wenn ihre Felder betroffen sind. Maniok, Kartoffeln, Mais und Bananenstauden wurden vernichtet. Auch das Saatgut geht so verloren. Der Fluss und die darin heimischen Arten leiden auch unter den Bränden, da die Ernährung und somit Fortpflanzung vieler Fische von den Früchten der Bäume abhängig ist. Der Fischbestand sinkt.

Warum brennt der Regenwald?

Die Hauptursachen der Brände sind: die Expansion der Agrarindustrie, die Auflösung und Reduzierung der finanziellen Ressourcen der Umweltbehörden  – dadurch gibt es kaum mehr Kontrolle – und dass die aktuelle Regierung quasi ermutigt Umweltverbrechen zu begehen, den Wald anzuzünden.

Wie werden Brandrodungen in der Region üblicherweise durchgeführt?

Die Brandrodungen werden für die Vorbereitung neuer Felder durchgeführt. Die indigenen Völker und traditionellen Gemeinschaften verwenden Techniken, bei denen sie eine kleine Ackerfläche kontrolliert verbrennen, um ihre Familien das ganze Jahr über ernähren zu können. Von der Agrarindustrie wird diese Praxis jedoch exzessiv genutzt, um beispielsweise die Viehzucht auszubauen. Es werden Feuer gelegt und diese werden einfach brennen gelassen, soweit es sich ausbreitet. So können sie noch mehr Vieh halten und sich immer mehr Land unter den Nagel reißen. Dieselbe Technik wird von Holzfällern und Produzenten von Monokulturen wie Soja angewendet. Umweltschutzgebiete und indigene Gebiete werden ins Visier genommen, da die Feuer – auf illegale Weise – Zugang zu Land schaffen, der legal nicht möglich wäre.

Was bedeuten Wald und Fluss für die Indigenen?

Land ist für indigene Völker Leben. Indigene Völker sehen Land, Wald und Flüsse nicht als Ware an, die man verwerten, zerstören, verkaufen, etc. kann. Ihre Beziehung geht weit über den Besitz hinaus, sie betrachten ihr Land als Teil ihrer selbst.

Wie siehst du die Zukunft des Amazonas, der indigenen Völker der Region? Was müsste geschehen, um die Situation zu verbessern?

Die Maßnahmen der Regierung, wie etwa der Abbau in den Behörden für Umwelt- und Indigenenschutz, könnten noch dramatischere Zukunftsszenarien zur Folge haben, wenn die Organisationen der Zivilgesellschaft und sozialen Bewegungen nicht stark reagieren – so wie es die indigenen Völker getan haben – um die zerstörerische Gier der Konzerne und derer, die an der Ausbeutung der Reichtümer der Amazonasregion interessiert sind, aufzuhalten.

Du bist Delegierter bei der Amazonien-Synode. Was kann die Synode tun, was kann die Kirche tun, um diese Situation zu verbessern?

Indigene Völker bitten die Kirche, ihre Stimme zu verstärken und nach außen zu tragen. Die Synode ist ein Ort, wo die dringende Botschaft so vieler Völker gehört werden kann: dass die Erde unsere Mutter ist und gepflegt werden muss. Die Kirche kann ihrer Verpflichtung gegenüber den Völkern nachkommen: sich für sie engagieren: ihre Kämpfe sichtbar machen, die Großprojekte und die Gewalt gegen sie anprangern, die Debatte über integrale Ökologie, Agrarökologie und andere Wirtschaftsformen in die Zivilgesellschaft bringen und einen Wandel des Konsumverhaltens fördern.

Die Synode kann zur Verbreitung und Sichtbarkeit von Missständen sowie zur Unterstützung der traditionellen Gemeinschaften und Hüter dieser heiligen Stätten beitragen, gegen all die Zerstörungsprojekte und -prozesse, die darauf abzielen, den Amazonas zu einem Handelszentrum zu machen. Die Synode wird ein internationales Podium für die Anliegen und Sichtbarkeit der Völker Amazoniens sein.

Was können wir in Europa tun, um euch zu unterstützen?

Viele der Dinge, die im Amazonasgebiet geschehen und Auswirkungen auf indigene Völker haben, haben ihre Wurzeln in Europa. Es ist wichtig, dass die Menschen sehen, dass ihr Verhalten und ihre Lebensweise mit dem zusammenhängen, was hier passiert. Wenn wir über Probleme wie den Klimawandel sprechen, sollte es ein Bewusstsein dafür geben, dass die indigenen Völker etwas zu sagen haben und Teil der Lösung dieses schwerwiegenden Problems sind. Ihre Art und Weise zu leben und ihre Beziehung zur Erde können für uns alle ein Leitbild sein.


Die Amazonas-Synode

… findet vom 6. bis 27. Oktober im Vatikan statt. Sie steht unter dem Thema: „Amazonien: neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie“. Das Bischofstreffen will Umweltschäden im Amazonasgebiet und deren soziale Folgen in den Blick nehmen. Den Rahmen bildet hier die Umwelt-Enzyklika Laudato si‘ von Papst Franziskus.

Amazonien umfasst ein Gebiet von siebeneinhalb Millionen Quadratkilometern in neun Ländern, darunter Brasilien, Peru, Venezuela, Bolivien und Kolumbien. Es bedeckt fast die gesamte nördliche Hälfte des Kontinents Südamerika und zählt zu den wichtigsten Ökosystemen, der sogenannten „grünen Lunge“ der Welt.

Für die Dreikönigsaktion werden Sr. Anneliese Herzig und Herbert Wasserbauer vor Ort sein. Viele Vertreter/innen von Partnerorganisationen der Dreikönigsaktion werden daran teilnehmen. Pedro Da Silva Souza – Mitarbeiter von CIMI, dem Rat der brasilianischen Bischofskonferenz für indigene Völker, ist einer von ihnen.

Die Amazonien-Synode und ihre Bedeutung für uns: Standpunkt von Anja Appel

Die KOO-Geschäftsführerin Dr. Anja Appel knüpft in ihrem Standpunkt an die Enzyklika Laudato Si an und appelliert an die Verantwortung aller Christinnen und Christen.

In einem weit verbreiteten Reflex tun viele die kommende Synode als Regionalsynode ab. Es ist korrekt, dass sie eine konkrete Region in den Blick nimmt, dies aber als Beispiel, um die päpstlichen Dokumente Evangelii Gaudium und Laudato Si im konkreten Kontext zu verstehen.

Amazonien ist hier paradigmatisch als Region benannt für die vielen anderen auf der Welt, die in einer ähnlichen Situation sind, d.h. in einer Situation, die geprägt ist von ökonomischer Ausbeutung bis hin zu Raubbau, Umweltzerstörung, starke soziale Spannungen zwischen Bevölkerungsgruppen, Diskriminierung und Bedrohung von Minderheiten. Deren Situation ist ein Spiegel für die Dringlichkeit des Wandels, spirituell, sozial, ökologisch und ökonomisch, den Papst Franziskus in Laudato Si einmahnt.

Gefragt sind dabei vor allem wir, die BewohnerInnen der reichen und mächtigen Staaten, die mit ihrem Lebensstil und ihrer Wirtschaftsform, den ökonomischen „Hunger“ nach Ressourcen und Finanzerträgen anfachen.

Die Synode ist als synodaler Prozess bereits ein Weg der Auseinandersetzung und möchte im Oktober ein Ort konkreter Begegnung sein: die Synodenteilnehmer und die Weltkirche sollen sich berühren lassen, von dem und der Anderen und den jeweiligen Lebens- und Glaubensrealitäten, ihren Zugängen Gott und zur Schöpfung. Aus dieser Begegnung heraus soll Bewegung entstehen, Bewegung hin zu einer ökologischen und transformierenden Spiritualität, in der die Schöpfung den ihr würdigen Platz als göttliches Werk einnimmt und uns Menschen hin zu einem Leben ohne Habgier führt; eine Bewegung verstanden als Mobilisierung für ein anderes miteinander Leben und Wirtschaften; eine Bewegung hin zur Realisierung der gemeinsamen Vision von einem guten Leben für alle; eine Bewegung hin zur Schaffung nötiger Strukturen bzw. struktureller Möglichkeiten, um den christlichen Auftrag mit seinen Grundvollzügen erfüllen zu können. Und eine Bewegung hin zu tiefer Ehrlichkeit uns selbst und der und dem Anderen gegenüber, der Ignoranz gewahr werdend, die wir in der christlichen Familie vor dem Schicksal der und des Anderen in anderen Regionen haben, sobald unsere eigene „Komfortzone“ infrage gestellt wird.

Die Herausforderung annehmen 

In Laudato Si, in jedem Weltklimabericht und auch im bisherigen synodalen Prozess bis hin zur Zusammenkunft der Bischöfe im Oktober wurden die Folgen benannt, die unser Leben bisher hatte.

Fernab jeder Theatralik sollte jeder Christin/jedem Christen klar sein, dass die Menschheit als Teil der Schöpfung nur als Familie wird überleben kann. Die „Sorge um das gemeinsame Haus“ kann nur miteinander fruchtbar sein. Daher braucht ein Verständnis nicht nur als religiöse, spirituelle Akteurin, sondern auch als politische. Wir kommen nicht weiter ohne maximale Kooperation und ohne ernsten politischen Streit um die Verteilung von Ressourcen, seien es ökonomische oder Machtressourcen: Diese Herausforderung, um die es auf der Amazoniensynode geht, müssen wir ernst- und annehmen, weil wir sonst keine Zukunft haben, nicht als Kirche, nicht als Menschen.

Gefragt sind von uns also eine radikale innere Umkehr, ein bedingungsloser Einsatz für die Menschen und die Schöpfung, eine Glaubens-, Solidar-, Lern- und Weggemeinschaft leben.

Zur Person:
Dr. Anja Appel ist Politikwissenschafterin. Von 2007 bis 2018 war sie bei der Katholischen Frauenbewegung Österreichs tätig. Seit März 2018 ist sie Geschäftsführerin der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO). 

Dieser Blogbeitrag ist auf der Seite der Diözese Innsbruck erschienen und wird hier mit freundlicher Genehmigung übernommen.

Leben in Fülle für alle: Standpunkt von P. Franz Helm

Eine Abkehr vom Raubtier-Kapitalismus, die Veränderung des Wirtschaftssystems und unseres Lebensstils sind dringend nötig, so P. Franz Helm in seinem Standpunkt – zugunsten eines gemeinsamen Wegs aller Geschöpfe, das Leben in Fülle für alle ermöglicht.

„Alles ist miteinander verbunden“ – diese Grundeinsicht betont Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato Si“. Kritische Stimmen meinen, damit hätte die Esoterik Einzug gehalten ins päpstliche Lehramt. Sie übersehen, dass es handfeste Beweise dafür gibt. Ein Blick auf das Amazonasbecken genügt. Organismen in den Baumkronen des Amazonasurwalds werden von Staubkörnern genährt, die aus der Sahara-Wüste stammen und von Winden Tausende Kilometer über den Atlantik getragen wurden. Aus dem Amazonasbecken steigt Feuchtigkeit auf in die Atmosphäre und versorgt andere Teile Südamerikas mit Regen. Die üppige Vegetation des Amazonasurwaldes absorbiert Kohlendioxid und produziert Sauerstoff, daher der Name „grüne Lunge des Planeten“. Und die jüngsten Waldbrände im Amazonasgebiet befeuern durch die Treibhausgase, die freigesetzt werden, die Erderwärmung und damit die Klimakrise auf unserem Planeten.

Die indigenen Völker Amazoniens haben über Jahrtausende ein profundes Bewusstsein der Verbundenheit von allem kultiviert und ihre Lebensformen dementsprechend gestaltet. Sie wissen, dass ein gutes Leben für alle nur möglich ist, wenn die Bedürfnisse aller – ob Menschen, Tiere oder Pflanzen – respektiert werden. Wo indigene Völker leben, sind Naturräume noch intakt. Jetzt sind mit der rücksichtslosen Ausbeutung und Zerstörung dieser Gebiete durch den Rohstoffhunger der Konsumgesellschaft auch diese Völker in ihrer Existenz bedroht. Die Agroindustrie rodet die Wälder, die Bergbauindustrie vergiftet das Wasser und Megakraftwerke zerstören die Flüsse. Wir brauchen so dringend eine Abkehr vom Raubtier-Kapitalismus, eine Veränderung unseres Wirtschaftssystems und unseres Lebensstils. Wir müssen, wie Papst Franziskus in seiner Botschaft zum Welt-Schöpfungstag am 1. September 2019 betonte, von den indigenen Bevölkerungen einen besseren Umgang mit der Natur lernen.

Dem Lernen von den Indigenen und anderen Bevölkerungsgruppen in der Amazonasregion hat sich die Amazoniensynode verschrieben. Das Hinhören auf die Menschen und auf die bedrohte, geschundene Schöpfung und ihren Schrei soll zu einer tiefgreifenden Analyse der Situation und zu neuen Wegen für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie führen. „Synode“ bedeutet übersetzt „gemeinsamer Weg“. Die Grundeinsicht, dass alles miteinander verbunden ist, ermöglicht einen gemeinsamen Weg aller Geschöpfe, „damit sie Leben haben, und es in Fülle haben.“ (Joh 10,10)

Der Oktober 2019 wurde von Papst Franziskus zum „Außerordentlichen Monat der Weltmission“ erklärt.  Anderen „Leben in Fülle“ zu bringen, sah Jesus als Ziel seiner Mission. Der ganze Mensch, alle Menschen, die ganze Welt sollen heil werden. Leib und Seele gehören zusammen. Schon der Jesuitenmissionar Antonio de Vieira, der im 17. Jahrhundert in Brasilien wirkte, wusste das. Am portugiesischen Hof sagte er zu Epiphanie 1662: „Man möchte, dass wir die Eingeborenen zum Glauben bringen und sie dann der Gier überlassen (…). Die Seele vom Leib trennen heißt töten und diese Sorge auseinander zu reißen heißt vernichten. Deshalb sind in kürzester Zeit auch so viele Gegenden zerstört und entvölkert worden.“ (zitiert nach Erwin Kräutler, Erneuerung jetzt. Tyrolia 2019) An der Amazoniensynode wird deutlich, worum es bei der christlichen Mission heute geht: Dass Menschen hinfinden zur Verbundenheit mit Gott, mit seiner ganzen Schöpfung, mit den Mitmenschen und besonders mit denen, die ausgegrenzt oder ausgebeutet werden. Denn alles ist miteinander verbunden!

Zur Person:
P. Franz Helm SVD ist Steyler Missionar. Von 1987 bis 1994 lebte er in Brasilien, wo er Missionswissenschaft studierte. Derzeit ist er Theologischer Referent der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission sowie Geistlicher Assistent der Katholischen Frauenbewegung Österreichs. 

Dieser Blogbeitrag ist auf der Seite der Diözese Innsbruck erschienen und wird hier mit freundlicher Genehmigung übernommen.

LernEinsatz: Mini „Süd-nach-Nord“-Austausch

Der Süd nach Nord Austausch ist immer eine besondere Chance für ehemalige LernEinsätzler/innen den Partnern etwas zurückzugeben – und ihnen verschiedene Eindrücke aus Österreich zu zeigen. LernEinsatz- Partner/innen aus Brasilien, Ghana, Peru und Philippinen waren im Frühling für ein paar Tage in Österreich unterwegs und tauchten durch ehemalige LernEinsätzler/innen in einem kurzen „Mini-SüdnachNord“ Austausch in viele Seiten des Lebens hier ein.

Die Sprachbarrieren veranlassten uns in der Planung die 8 Gäste aus den 4 Ländern aufzuteilen: Eine Gruppe formte sich aus den englischsprachigen Vertreter/innen, Mark und Rica von den Philippinen sowie Mary und Salifu aus Ghana. Die zweite Reisegruppe bestand aus den Lateinamerikaner/innen: Helia und Janaina aus Brasilien sowie Claudia und José Luis aus Peru. Dabei ging es über Linz einerseits nach Innsbruck, andererseits in die Steiermark und weiter wurden die Gruppen individuell in Wien herumgeführt.

Einige engagierte ehemalige Teilnehmer/innen stellten ein spannendes Programm für die Gäste auf die Beine: Am Programm standen Bildungseinrichtungen (integrative, bzw. landwirtschaftliche Schule) und soziale Einrichtungen (ein Flüchtlingsprojekt und pfarrliche Angebote), daneben gab es Zeit für intensive Gespräche über Leben, Kultur und Politik. Die Gäste wurden überrascht von dem sprunghaften Aprilwetter: von Schnee in Tirol bis zum Frühsommer in Wien. Letztlich hätten unsere Partner/innen gern noch mehr Seiten und Ehemalige kennengelernt und wiedergetroffen, doch die Zeit raste dahin – und nicht zuletzt mussten einige auch bald die Heimreise antreten um weiter ihren Aufgaben nachzugehen.

Danke an die ehemaligen Teilnehmer/innen, die den Gästen so eine schöne und interessante Zeit hier ermöglicht haben!

LernEinsatz ReUnion in Linz

Auch in diesem Jahr haben wir wieder die ehemaligen LernEinsätzler/innen herzlich dazu eingeladen, sich mit ehemaligen Mitreisenden auszutauschen. Das besondere bei der diesjährigen ReUnion? Erstmals waren die LernEinsatz-Koordinator/innen aus allen vier LernEinsatzländern anwesend!

Im Zuge eines Perspektiventreffens zu gemeinsamen Visionen, Herausforderungen und Stärken des LernEinsatzes hatte die Dreikönigsaktion diesjährig erstmals die zuständigen Koordinator/innen für den LernEinsatz aus Ghana, Peru, Brasilien und von den Philippinen gemeinsam nach Österreich eingeladen. Nach intensiven Workshoptagen in Attnag Puchheim freuten sich unsere Gäste schon sehr auf ein nettes Wiedersehen mit ehemaligen LernEinsatz Teilnehmer/innen bei der ReUnion in Linz.

Das Treffen in Linz begann mit einem informellen Austausch zwischen den ehemaligen Teilnehmer/innen sowie den LernEinsatz-Koordinator/innen bei Kaffee und Kuchen. In einem spannenden inhaltlichen Teil stellten dann alle Anwesenden ein paar der von ihnen als positiv und negativ empfundenen aktuellen Entwicklungen in ihren jeweiligen Heimatländern vor. Möglichkeiten und Grenzen des Engagements wurden hierbei ausgetauscht und diskutiert.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit dem gemeinsamen Zubereiten von philippinischen, ghanaischen, brasilianischen und peruanischen Köstlichkeiten, leckeren Caipirinhas und Musik und Tanz aus allen Ecken der Welt.

Danke allen Gästen fürs Kommen, Mitdiskutieren, Mitfeiern und lebendige Austauschen!

Mehr über unsere LernEinsatz –Koordinator/innen, die in Österreich zu Gast waren:
Wir konnten Mark und Rica von unserer Partnerorganisation Integrated Pastoral Development Initiative -IPDI von den Philippinen begrüßen. Das Team von IPDI koordiniert nicht nur seit Jahren mit großem Engagement den DKA-LernEinsatz. IPDI hat auch einen lokalen LernEinsatz, genannt Local Kapintig, ins Leben gerufen. Außerdem haben wir Edward Salifu und seine Frau Mary von unserer Partnerorganisation Tieloms Institute of Intercultural and Language Studies eingeladen. Alle, die in den letzten Jahren bzw. den letzten zwei Jahrzehnten auf LernEinsatz waren, kennen Salifu sehr gut von ihren Reisen.
Auch haben wir uns gefreut, José Luis und Claudia vom Instituto Bartolomé de las Casas in Peru in Österreich begrüßen zu dürfen, die dieses Jahr erstmals gemeinsam den LernEinsatz organisieren werden und uns einen spannenden Einblick in ihr Programm geben konnten. Aus Brasilien sind Janaina und Helia von der Partnerorganisation „CAJUEIRO“ Centro de formação, assessoria e Pesquisa em Juventude angereist. Besonders spannend an CAJUEIRO ist, mit wieviel Engagement sich die jungen Aktivistinnen und Aktivisten ehrenamtlich für verschiedenste Jugendangelegenheiten einsetzen.

Und dann kam Ibiza

Neuwahl heißt neue Chancen für Kinderarbeit stoppen

Kinder gehören in die Schule und nicht in die Fabrik, nicht in den Steinbruch, nicht in die Teppichknüpferei, nicht auf die Plantage.

Aber immer noch ist ausbeuterische Kinderarbeit für Millionen bitterer Alltag. Was kann man tun um dieses Leid zu stoppen? Die Frage stand am Anfang unserer Überlegungen und war die Motivation die Initiative gegen ausbeuterische Kinderarbeit ins Leben zu rufen.

Der wichtigste Schritt, um Kinderarbeit endlich Geschichte werden zu lassen ist eine gesetzlich verbindliche Verankerung von umfassenden menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten. Nur ein solches Gesetz kann sicherstellen, dass Produkte, die in Österreich erhältlich sind, frei von ausbeuterischer Kinderarbeit und anderen gravierenden Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen sind.

100.000 Mails

Wir haben eine E-Mail Aktion an alle österreichischen NR-Abgeordneten und die Spitzenkandidat/innen zur Europawahl gestartet. Rund 100.000 E-Mail sind von Bürger/innen an ihre politischen Vertreter/innen geschickt wurden. Mit Erfolg: 54 Politiker/innen haben sich den Forderungen der Initiative spontan angeschlossen. Mit vielen anderen sind wir ins Gespräch gekommen.

Holland zeigts vor

Während unsere Initiative lief, bekamen wir Rückenwind aus den Niederlanden: Das Parlament in Amsterdam hat Mitte Mai ein Gesetz gegen Kinderarbeit mit Vorbildwirkung für Österreich beschlossen. Nach Inkrafttreten des Gesetzes müssen Unternehmen die Risiken über das Vorhandensein von ausbeuterischer Kinderarbeit erheben, zu deren Vermeidung beitragen und entsprechende Maßnahmen dagegen ergreifen.

Ibiza als Chance

Und dann kam Ibiza und der Neuwahlbeschluss. Über Nacht waren uns die Gesprächspartner/innen abhandengekommen. Zurück an den Start? Ganz im Gegenteil: Gemeinsam ist es uns gelungen das unsägliche Leid von über 70 Millionen Kindern zum innenpolitischen Thema zu machen. Jetzt müssen wir Sorge tragen, dass sie ihre Gesprächsbereitschaft, ihre Zustimmung zu unseren Forderungen nicht vergessen – und an dem Thema dranbleiben. Denn: Wann kann man sich von Politiker/innen mehr Aufmerksamkeit erwarten, als im Wahlkampf?

Darum brauchen wir jetzt noch einmal Eure Unterstützung: in den nächsten Wochen wird um jede einzelne Stimme geworben. Eine Forderung muss in jedes Wahlprogramm: Stoppen wir gemeinsam ausbeuterische Kinderarbeit!

 

Seit jeher ist der Sommer die Zeit der Postkarten. Hilf mit, die Postkästen der Parteizentralen mit „Kinderarbeit stoppen muss in jedes Wahlprogramm“ füllen. Bitte trenn das Mittelblatt heraus, und mach aus dem Bogen sechs Postkarten. Unterschreibe sie alle, und wirf sie einfach in den nächsten Postkasten. Wir leiten Deine Forderungen an alle Parteien weiter. Damit wir nach der Wahl im Regierungsprogramm unsere Forderung wiederfinden: Kein Kind darf unter ausbeuterischer Kinderarbeit leiden.